“Smoli” nach Sturz wieder fit

Rückkehr Speedway-Profi Martin Smolinski verletzt sich im Training. Aber am 29. April in Neustadt sitzt er im Sattel - und auch davor. (Quelle MZ)

Speedway-Ass Martin Smolinski (r.) hat bis zum Rennen in Neustadt am 29. April ein dickes Programm vor sich. Foto: Niklas Breu

Die Verletzung kam zum ungünstigsten Zeitpunkt. Speedway-Profi Martin Smolinski, unter anderem in Diensten des MSC Abensberg, wollte sich gerade fit machen für die polnische Extraliga, eine der härtesten Ligen der Welt. In einem Testlauf wurde es in einer Kurve zu eng. Der 33-Jährige ging zu Boden, rutschte unter der mit Luft gefüllten Airfence-Absicherung durch und krachte gegen die Bande - Schulterverletzung. “Ich bin wieder fit”, signalisiert Smolinski zwei Wochen nach diesem Sturz.

 Damit kann der Publikumsliebling auch grünes Licht für das internationale Speedway-Rennen in Neustadt am 29. April geben. “Ich fühlte mich wie überfahren und hatte sofort starke Schmerzen in der Schulter”, berichtet der Olchinger. Statt in der polnischen Liga an den Start zu gehen, packte “Smoli” seine Sachen und fuhr nach Hause. “Ich wollte mich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.” Nach ein paar Tagen Ruhe und “extremer Therapie täglich” kehrte der Profi, der heuer wieder in den Grand-Prix-Zirkus vorstoßen will, auf die Bahn zurück. “Ich bin total erleichtert - die Schulter hält. Meine Ärzte und der Physiotherapeut haben es wieder hingekriegt.”

 Der Vorzeige-Speedwayfahrer atmet hörbar auf nach den Testrunden in Landshut. Nicht nur die angepeilte Rückkehr auf die WM-Bühne stand auf dem Spiel, auch die Herausforderungen in Polen, bei den Best-Pairs oder in Neustadt wären bei einer längeren Verletzungspause Makulatur gewesen. “Ich bin froh, dass alles gehalten hat und ich mich wieder frei auf dem Motorrad bewegen konnte”, so Smolinski.

 Bundesliga-Auftakt in Landshut Kaum zurück im Sattel hat der 33-Jährige ein sattes Programm vor sich: Heute Start bei den Best-Pairs in Polen, am Samstag, 19 Uhr, Bundesliga-Auftakt mit AC Landshut in der Heimarena (gegen Vizemeister MSC Brokstedt) und am Sonntag will der Crack die polnische Liga nicht wieder versäumen. In dieser Elite-Liga steht Smolinski unter Druck. “Ich bin in den Testrennen nicht gut gefahren”, gesteht der Bayer, “in Folge dessen war ich nicht im Team. Das Management will nun gute Leistungen sehen und dann werde ich auch ins Aufgebot rücken.”

Fraglos gesetzt ist das deutsche Aushängeschild für den Vier-Länder-Vergleich am Sonntag, 29. April, im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt. Die Deutschen treten im prestigeträchtigen Wettkampf gegen Dänemark, Polen und England an. Beim letztjährigen Rennen überragten Smolinski, Sandro Wassermann und die beiden Riss-Brüdern die Konkurrenz und verteidigten zum wiederholten Mal den Titel.

Im deutschen Team gibt es im Vergleich zum Vorjahr eine Änderung. Neben “Smoli”, Wassermann und Mark Riss rutscht als vierter Fahrer Danny Maaßen vom MSC Brokstedt ins Team. Die übrigen Drei fahren vereint für die AC Devils Landshut. “Wir wollen natürlich wieder den Sieg holen”, sagt das heimische Quartett.

Gäste hochkarätig besetzt Es wird mit Sicherheit wieder ein aufregendes und spannendes Speedwayspektakel in Neustadt geben, wenn um 14 Uhr die Startbänder hochschnellen. Die Gäste werden es den Hausherren aber definitiv nicht leicht machen. Aus Dänemark kommen Mikkel Brodum Andersen, Patrik Hansen, Christian Thaysen und Jonas Jeppesen nach Neustadt. Die Farben Englands vertreten Josh Auty, Dan Bewley, Stefan Nielson, Matt Williamson und Teammanager Neil Vatcher.

Die Polen rollen mit Aleksander Zgardzinski, Sebastian Niedzwiedz, Mateusz Tonder und Wojciech Pilarski an. Mit diesen vier Fahrern startet Smolinski in der polnischen Liga. Die deutschen Piloten werden betreut von Peppi Rudolph. (zfi/mar)