3. Der MSC Neustadt macht sich einen Namen als Veranstalter von Sandbahnrennen

Sandbahnrennen am 7. Juli 1968—Lizenz-Solo, Ausweis-Solo und Lizenz-Seitenwagenklasse

 

Schirmherr: Landrat Faltermeier

Gesamtleitung: Hans Pfaller

Organisationsleitung: Heinz Röttchen

Rennleitung: Karl Zettl

Kassenleitung: Andreas Trinkl, Sepp Kaiser

War das erste Sandbahnrennen in Neustadt 1967 ein Rennen, an dem neben der Lizenz-Seitenwagenklasse nur Ausweis-Solofahrer teilgenommen haben, so konnte man für das zweite Rennen 1968 neben Europameister Manfred Poschenrieder, den polnischen Staatsmeister Marian Kaiser und eine Anzahl weiterer namhafter Lizenzfahrer verpflichten.

Insgesamt waren am Start:

7 Lizenz-Solofahrer, 9 Lizenz-Seitenwagengespanne, 18 Ausweissolofahrer.

Folgende Sieger wurden ermittelt:

 Endlauf Ausweis-Solo:

1. Betzl Christoph, Rott am Inn

2. Hasenberger Franz, Pocking

3. Angermüller Josef, Neustadt

 Endlauf Lizenz-Seitenwagenklasse:

 1. Preisinger Norbert / Dorer Fritz, Marktoberdorf

2. Duile Hermann / Duile Horst, Krumbach

3. Hollmann Mathias / Werner Rudi, Hausham

Lauf zur Aufstellung eines Bahnrekords (Lizenz Solo)

 1. Rainer Jüngling, Sulzberg (88,7 km/h)

2. Manfred Poschenrieder, Kempten

3. Dieter Dauderer, München

 

In Neustadt waren vor allem in der Anfangszeit oft Seitenwagengespanne am Start.

 

Extra Nationales Sandbahnrennen am 6. Juli 1969

 

Das Sandbahnrennen 1969 war ein außergewöhnliches Rennen mit internationaler Besetzung, an dem neben den deutschen Fahrern Teilnehmer aus England, Dänemark und der CSSR teilnahmen. Es waren Fahrer der Lizenz-Solo- und Ausweis-Solo, sowie Lizenz-Seitenwagenklasse vertreten. In diesem Rennen wurde dem Erbauer der Neustädter Rennbahn Anton Treffer ein „Anton-Treffer-Gedächtnisrennen“ und das „Jakob-Forstner-Gedächtnisrennen“, einem ehemaligen verdienten MSC-Mitglied gewidmet.

 Folgende Sieger wurden ermittelt:

 Endlauf um das Jakob-Forstner-Gedächtnis-Rennen (Ausweis-Solo):

 1. Josef Angermüller (86,95 km/et)

2. Waldemar Bacik

3. Alois Wiesböck

 

Endlauf um den Ehrenpreis der Stadt Neustadt (Lizenz-Solo):

 1. Jan Ödegard, Norwegen (86,3 km/h)

2. Otto Barth, BRD

3. Jan Holub, CSSR

 

Endlauf um den Pokal des Schirmherrn (Lizenz-Seitenwagen):

 1. Polak Franz / Polak Hans (77,8 km/h)

2. Hoffmann Rudolf / Hohenester Roland

3. Knott Peter / Prommersberger

 

Den Anton-Treffer-Gedächtnispokal gewann im zweiten Rennen der Norweger Jan Ödegard.

Bahnarzt Dr. Peter Hild und der Sportreferent des ADAC Gau Südbayern, Matthias Mittermeier (von li.) im Zielrichterturm des alten Stadions

 Internationales Sandbahnrennen am 3. Mai 1970

 Eine außergewöhnliche Veranstaltung war das Internationale Sandbahnrennen 1970. Drei Weltmeister, Europameister und die europäischen Spitzenfahrer des Sandbahnsports waren am Start. Die Presse schrieb zu diesem Rennen: "Viele bekannte Sandbahnspezialisten aus 7 Nationen kamen am 3. Mai nach Neustadt, und sie kamen gern, denn auf der wunderschönen 540 m langen Sandbahn in Neustadt macht es ihnen Spaß ihre sportlichen Runden zu drehen. Alle waren gespannt auf den mehrfachen schwedischen Weltmeister Ove Fundin, den 4-maligen Weltmeister Barry Briggs aus England und den Vorjahressieger Jan Ödegard aus Norwegen. In diesem Rennen trafen sich also die besten Fahrer des internationalen Sandbahnsports und man darf heute sagen, dass dieses Rennen mit zu den bisher besten in Neustadt zählte. Dass dies auch von der Organisation her der Fall war, bewies eine Feststellung aus Anlass der Preisverteilung im Hotel Post. Hier ergriff OMK-Sportkommissar Kömmel das Wort und bedankte sich beim MSC Neustadt für die ausgezeichnete Organisation des Rennens.

Die Ergebnisse dieses Rennens waren:

 Endlauf um das silberne Stadtwappen der Stadt Neustadt (Liz.Solo)

 1. Marian Kaiser, BRD

2. Runo Wedin, Schweden

3. Jan Ödegard, Norwegen

Endlauf um den Pokal des Schirmherrn (Lizenz-Seitenwagen)

 1. Jürgen Stein / Dieter Schade, BRD

2. Franz Polak / Hans Polak, BRD

3. Rudolf Hoffrnann / Roland Hohenester, BRD

Sandbahnrennen am 27. Juni 1971 - Vorlauf um den OMK-Junioren-Pokal

 Zu dieser Veranstaltung wurden umfangreiche Umbauarbeiten an der Rennbahn erforderlich. Man hat aber den Vorlauf um den Deutschen Junioren-Pokal einem internationalen Rennen vorgezogen. Man war der Meinung, dass diese Veranstaltung von besonderem Interesse sei, weil man hier die besten Nachwuchsfahrer aus der Bundesrepublik für Solomaschinen und Seitenwagengespanne erleben durfte. Insgesamt 18 Solofahrer und zwölf Seitenwagenfahrer hatten sich für dieses Rennen qualifiziert. Leider war dieses Rennen durch den Tod des 17-jährigen Beifahrers Alois Bieringer aus Uttlau überschattet.

 Die Sieger aus dem Sonderlauf um den Ehrenpreis des MSC waren:

1. Bauer Anton, Maitenbach

2. Stickel Albert, Pleiskirchen

3. Wiesböck Josef, Niederbergkirchen

Das Rennen (Sonderlauf) um den Pokal des Schirmherrn konnte wegen des tragischen Unfalls nicht mehr durchgeführt werden.

Internationales Sandbahnrennen am 7. Mai 1972

Das Sandbahnrennen 1972 war eine Veranstaltung mit der Spitzenklasse des internationalen Sandbahnsports u.a. mit Manfred Poschenrieder, Josef Angermüller, Ole Olsen (Dänemark), A. Svab (CSSR), Runo Wedin (Schweden), Jan Ödegard (Norwegen) mit weiteren deutschen Fahrern wie Jan Käter, Marian Kaiser, A. Wiesböck usw.

 Bei recht schönem Wetter wurden folgende Ergebnisse erzielt:

 Endlauf um das silberne Wappen der Stadt Neustadt (Solo):

 1. Manfred Poschenrieder (94,4 km/et)

2. Ole Olsen, Dänemark

3. Josef Angermüller, BRD

 Endlauf um den Preis des Schirmherrn (Seitenwagen):

 1. Rainer Scherzl / Werner Eggert (81,2 km/h)

2. Rold Kolb / Karl Böhm

3. Rainer Stein / Otmar Held

Eine Pressenotiz zu dieser Veranstaltung: „Mit der Präzision eines Uhrwerks ist das internationale Sandbahnrennen in Neustadt im AntonTreffer-Stadion abgelaufen. Fast schien es am Vormittag, das Rennen würde "ins Wasser fallen", als ein ausgiebiger Regenschauer über das Stadion ging. Aber bereits gegen Mittag hellte es auf und pünktlich um 14 Uhr konnte das Rennen nach Begrüßungsworten des 1. Vorstandes Hans Pfaller, Bürgermeister Meier, sowie dem Schirmherrn Landrat Faltermeier starten.“

“Bahnsport Aktuell“ berichtete über dieses Rennen u.a.:

“Aus dem Mekka der Gastfreundschaft Neustadt/Donau—sehr gute Rennen + großartige Organisation + phantastische Gastfreundschaft. Diese Formel wird allen im Gedächtnis haften bleiben, die den Weg nach Neustadt nicht gescheut haben. Wo erlebt man schon ein erstklassiges internationales Sandbahnrennen, das in zwei Stunden abgewickelt wird? Da der Wettergott auch mitspielte, bleib kein Wunsch der etwa 6000 Zuschauer offen. Einziger Schatten über der Veranstaltung war das Sturzpech von Rudi Kastl, der sich dabei eine leichte Gehirnerschütterung und Prellungen zuzog. Das passierte allerdings schon während des Trainings am Vormittag. Der eigentliche Renntag blieb unfallfrei. Es starteten hier nur Lizenz-Klassen: einmal die Solisten, zum andern die Seitenwagen.—Alles in allem gab es einen hervorragenden Sport im schmucken Anton-Treffer-Stadion. Da auch das Drumherum so wunderbar gelang, kommen wir gern wieder nach Neustadt/Donau.“

 

Josef Angermüller in Neustadt

Die Funktionäre des MSC sorgten immer für einen reibungslosen Rennablauf.

 

Internationales Sandbahnrennen am 8. April 1973

Eine herausragende Veranstaltung war das internationale Sandbahnrennen 1973 mit den besten Fahrern aus 7 Nationen (Ole Olsen, Dänemark, Ivan Mauger, Neuseeland, Don v. Godden, England, Kurt W. Petersen, Dänemark, Runo Wedin Schweden, W. Thomson, Schweden); die deutschen Fahrer: Manfred Poschenrieder, A. Wiesböck, Jan Käter u.a.

 Folgende Sieger wurden ermittelt:

 Josef Angermüller Egon Müller

 

Endlauf der Solo-Maschinen um den Ehrenpreis der Stadt Neustadt/Donau aus Anlass der 700-Jahresfeier:

 1. Ole Olsen, Dänemark (93,5 km/h)

2. Manfred Poschenrieder, BRD

3. Jan Käter, BRD

 

Endlauf um den Ehrenpreis des MSC Neustadt:

 1. Michael Datzmann / W. Eggert (82,1 km/h)

2. Karl-Heinz Dumps / Norbert Bittermann

3. Rainer Scherzl / Fritz Zeindl

Für das Jahr 1974 war es gelungen, den 2. Vorlauf zur deutschen Sandbahnmeisterschaft nach Neustadt zu bekommen.
Leider hatte sich das Wetter so sehr verschlechtert, dass sich das Rennen zu einer wahren „Schlammschlacht“ entwickelte. Im Hinblick auf den außerordentlich schlechten Zustand der Bahn musste sodann das für Sonntag, den 21. Juli 1974 angesetzte internationale Sandbahnrennen kurzfristig abgesagt werden. Eine sicherlich spannende Motorsportveranstaltung mit Fahrern aus insgesamt 7 Nationen konnte also auf Grund des schlechten Wetters nicht zur Durchführung kommen.

Um einige Spitzenfahrer zu nennen, die am Start gewesen wären: Ole Olsen, Schweden; Don van Godden, England; Runo Wedin, Schweden; Manfred Poschenrieder, Deutschland; Josef Angermüller, Deutschland; sowie die internationale Lizenz-Seitenwagenklasse.

Schauplatz vieler spannender Sandbahnrennen: das alte Anton-Treffer-Stadion.

 

Internationales Sandbahnrennen am 4. Mai 1975

 

Schirmherr: Landrat Faltermeier

Gesamtleitung: Karl Zettl, Hans Pfaller

Organisationsleitung: Erich Fuchs, Heinz Röttchen

Rennleitung: Hans Kirchhammer

Kassenleitung: Andreas Trinkl, Sepp Kaiser

Ein recht interessantes und von der Fahrerseite mit den besten Sandbahnfahrern besetztes Rennen, zu dem Fahrer aus 7 Nationen verpflichtet werden konnten, war das internationale Sandbahnrennen am 4. Mai 1975. Bei schönem Rennwetter hatten sich wiederum zahlreiche Besucher eingefunden und sicherlich sind alle Motorsportfreunde von dem hier gezeigten Sandbahnsport in jeder Weise begeistert worden. Die Organisation der Veranstaltung war wie immer vorzüglich.

 

Das Rennen wurde wie folgt entschieden:

 Endlauf um den Ehrenpreis der Stadt Neustadt/Donau (Solo):

1. Ivan Mauger, Neuseeland (96,6 km/h)

2. Edgar Stangeland, Norwegen

3. Georg Hack, BRD

 Endlauf um den Ehrenpreis des MSC Neustadt (Seitenwagen):

1. Datzmann / Haag (81,1 km/h)

2. Bauer / Bamberger

3. Oberhauser / Schauberger

 

(Sandbahnrennen in Neustadt: Top-Stars, spannende Rennen und vollbesetzte Tribünen.)

 

2. Vorlauf zur Deutschen Bahnmeisterschaft Solo 1975 am 22. Juni 1975

 

Auf Grund eines Angebotes des ADAC-Gau Südbayern hatte sich der MSC Neustadt bereit erklärt, den 2. Vorlauf zur Deutschen Bahnmeisterschaft kurzfristig durchzuführen. Es war dies für den MSC im Hinblick auf den kurzen Zeitabstand zum vorausgegangenen Internationalen Sandbahnrennen am 5. Mai 1975 eine schwere Entscheidung, bereits wieder eine so große Veranstaltung durchzuführen und zu organisieren. Bei recht schönem Wetter ging die Veranstaltung reibungslos über die Bühne. Die Rennleitung lag in den Händen von Hans Kirchhammer.

Insgesamt wurden für den Meisterschaftslauf 23 Nennungen und für die nationalen Lizenzfahrer 14 Nennungen abgegeben.

 

Der Endlauf brachte folgende Ergebnisse:

 Internationale Lizenz-Klasse:

1. Waldemar Bacik, Landshut (90,09 km/h)

2. Gilgenreiner Georg, Lenggries

3. Straßer Albert, Kleinreichertshofen

Nationale Lizenz-Klasse:

1. Kraus Bernhard, Neustadt/Do. (87,99 km/h)

2. Brückl Günter, München

3. Steinberger Johann, Pfaffenhofen

Sandbahnrennen 1976 — Mannschaftsvergleichskampf Norddeutschland —Süddeutschland

Eine sicherlich außergewöhnliche Veranstaltung im Sandbahnsport war das Sandbahnrennen am 28. März 1976, nämlich der Mannschaftsvergleichskampf Norddeutschland-Süddeutschland. Gleichzeitig mit diesem Rennen fand ein Sandbahnrennen für nationale Lizenz-Fahrer mit Wertung für den süddeutschen Bahn-Pokal statt.

Im Programm dieser Rennveranstaltung war ein Gedächtnisrennen für den im Jahre 1975 tödlich verunglückten Neustädter Sandbahnfahrer Bernhard Kraus aufgenommen. Bei recht gutem Rennwetter wurden folgende Ergebnisse erzielt:

Endlauf Norddeutschland-Süddeutschland:

1. Hack Georg, Landshut (95,49 km/h)

2. Betztl Christoph, Rott am Inn

3. Käter Jan, Dorsten

Endlauf der Nationalen Lizenzfahrer:

1. Thanos Erwin, Garching (87,61 km/h)

2. Beck Hermann, Niederlindhart

3. Schöttl Karl, Marschalling

Ergebnis des Bernhard Kraus-Gedächtnisrennens:

 1. Prucker Ludwig, Landshut (86,72 km/h)

2. Thanos Erwin, Garching

3. Buchschmid Max, Niedersunzing