Speedway 2016

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 Spannende Rennen, schnelle Motorräder und mutige Fahrer

Am Wochenende war Neustadt einmal mehr das Mekka der Speedway-Fans in Niederbayern. Hunderte Zuschauer erlebten die deutsche Mannschaft beim Vier-Nationen-Vergleich. Damit nahm das deutsche Team Revanche für die Niederlage im vorigen Jahr.

 

Zwei Tage lang regierte das Speedway im Anton-Treffer-Stadion. Damit war Neustadt einmal mehr ein Wochenende lang das Mekka der Motorsportfans in Niederbayern - bei äußerst gemischtem Wetter. Wettergott Petrus zeigte, zu was er im April fähig ist und wandelte das Wetter von Sonne zu Regen, mischte Schnee und Graupel darunter und zeigte damit an einem Wochenende alle vier Jahreszeiten. Trotzdem fanden hunderte Zuschauer den Weg ins Anton-Treffer-Stadion fanden, das übrigens heuer vor 35 Jahren eingeweiht wurde.

 Den Auftakt der Veranstaltung, die einmal mehr vom MSC Neustadt organisiert wurde, machten die Junioren am Samstag. Der Nachwuchs zeigte, dass niemand Sorge um den Speedway-Sport haben muss. Fast 30 Sportler aus vier Vereinen - AMC Haunstetten, AC Landshut, MSC Olching und MSC Pfaffenhofen - gingen beim ADAC-Bayern-Cup an den Start, wobei erfreulich war, dass unter den Startern auch etliche Mädchen waren. Das lässt die Vermutung zu, dass die Zukunft möglicherweise weiblich sein könnte. In sportlicher Hinsicht bewies der MSC Olching, dass er derzeit die Nase vorn hat. Seine Mannschaft setzte sich in der Teamwertung mit 56 Punkten durch. Auf dem zweiten Platz, knapp dahinter, landete der AC Landshut mit 52 Punkten. Etwas abgeschlagen auf dem dritten Platz wurde mit 44 Punkten die Mannschaft des AMC Haunstetten notiert. Der vierte Platz ging an das Team des MSC Pfaffenhofen, dass auf 33 Punkte kam.

 Hauptattraktion am Sonntag

 Nach diesem Vier-Vereine-Vergleich ging es am Sonntag mit der Hauptattraktion, dem Vier-Nationen-Vergleich, weiter. Mannschaften aus Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland waren am Start. Für Deutschland traten Publikumsliebling Martin Smolinski, Michael Härtl, Mark Riss und Erik Riss an. Martin Smolinski nahm die Wetterbedingungen sportlich. “Ich mag es, wenn es frisch ist. Für die Motoren ist das sogar besser”, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Über den sportlichen Aspekt des Wettkampftages wollte er keine ganz genaue Prognose über die Platzverteilung wagen. “Einer der oberen Plätze auf dem Treppchen sollte es für uns sein”, meinte er und warnte zugleich: “In jeder Mannschaft steckt ein Top-Mann und jede Mannschaft verfügt über ein gutes Mittelfeld. Es wird richtig eng werden.” Mit dem

 

Startschuss zum ersten Rennen war klar, dass die deutsche Mannschaft es an diesem Sonntag wissen wollte. Mark Riss trat im ersten Lauf gegen Mikkel Bech (Dänemark), Viktor Palovaara (Schweden) und Kauko Nieminen (Finnland) an - und verursachte einen Frühstart, riss mit dem Vorderrad die Startleine. Der Lauf wurde abgebrochen und neu gestartet, was für Riss bedeutete, dass er ein paar Meter hinter den Konkurrenten starten musste. Den Vorsprung der Konkurrenz konnte er während des Laufs nicht mehr aufholen, dafür zeigte die deutschen Fahrer in den nächsten Läufen, dass das deutsche Team bei der Vergabe des Gesamtsiegs an diesem Wochenende ein gewaltiges Wort mitreden wollte. So wunderte es denn auch nicht, als sich bereits nach dem ersten Durchgang abzeichnete, dass die Mannschaft um Martin Smolinski vorn lag.

 Smolinski selbst war wieder ganz der Publikumsliebling, als der er seit vielen Jahren in Neustadt und Abensberg bekannt ist. Mit seinen Mannschaftskollegen gab er mittags fleißig Autogramme, anschließend kehrte er zu seinem Motorrad im Fahrerlager zurück, beantwortete Fragen von Fans und posierte mit der kleinen Leonie, die sich auf den Sitz seiner Maschine setzen durfte, während die Mama ein Erinnerungsfoto von der kleinen mit dem Speedway-Star machte. Ganz begeistert waren vom Fahrerlager auch die Geschwister Anne und Carlotta, die mit ihrer Mutter zum Rennen gekommen waren. Staunend standen sie vor den Motorrädern, wunderten sich über die winzigen Sitze und suchten vergeblich die Bremsen.

 Warme Jacken und dicke Decken

 Ganz anders verhielt sich das Interesse bei Wolfgang und Gabi Süß aus Schwandorf. Die beiden kommen schon seit einem Dutzend Jahren nach Neustadt. Sie hatten sich auf Campingstühlen in der Westkurve niedergelassen und mit Regenschirmen, heißem Kaffee, warmen Jacken und dicken Decken ausgerüstet. “Wir sind gerne hier”, sagten sie. Und mit dem Wetter hatten sie keine Probleme. “Dafür gibt es ja einen Wetterbericht”, meinten sie.

 Und so gab es denn an diesem Wochenende, wohin man auch schaute, nur zufriedene Gesichter. Die Speedway-Fans waren unter sich, das Wetter war wie es im April zu sein hat - gemischt - und damit immer noch besser als vor zwei Jahren, als es den ganzen Sonntag regnete und die Strecke im Anton-Treffer-Stadion in eine Schlammpiste verwandelte. Für die Sponsoren gab es im Vereinsheim des TSV Neustadt gleich neben der Rennstrecke wieder die VIP-Bewirtung und für alle anderen Fans die Buden neben der Haupttribüne. Dort gab es in diesem Jahr bei den Getränken neben Bier, Limo und heißem Kaffee auch Glühwein, der sich, wie nicht anders zu erwarten, gut verkaufte.

“Alles geben”

 Schließlich ging in Erfüllung, was Martin Smolinksi vorab angekündigt hatte. “Wir werden uns für die letztjährige Niederlage gegen Dänemark revanchieren und für einen deutschen Sieg alles geben.” Am Ende - und trotz des nicht geglückten ersten Laufs - hatte die deutsche Mannschaft 46 Punkte auf dem Konto. Dänemark brachte es auf 38 und wurde damit zweiter. Die Schweden kamen auf 23 und holten sich damit den dritten Platz, das finnische Team brachte es lediglich auf zehn Zähler und wurde damit vierter in diesem Vier-Nationen-Vergleich.

 

Wer Karl Zettl, Präsident des MSC Neustadt, und Rennleiter Max Saliger am Ende des spannenden und aus deutscher Sicht so erfolgreichen zum Zeitpunkt der Siegerehrung sah, wusste, dass ihnen ein Stein vom Herzen gefallen war: Die Rennen waren ohne große Unfälle zu Ende gegangen, der Sieg stimmte das Publikum versöhnlich und macht Hoffnung auf das nächste Jahr, wenn es hoffentlich wieder ein Speedway im Neustädter Anton-Treffer-Stadion geben wird. Und die jungen Besucher wie die kleine Leonie, die Geschwister Anne und Carlotta bringen dann vielleicht auch noch ihre Freunde mit. Das würde auch die Organisatoren der Traditionsveranstaltung freuen, wenn die Zuschauerzahlen wieder mehr nach oben gingen. Immerhin haben Motorradrennen in Neustadt eine lange Tradition. Los ging es einst mit Sandbahnrennen und vor fünfzig Jahren wurden in der Donaustadt auch noch Rennen für Maschinen mit Seitenwagen ausgetragen.

 

Int. Speedwayrennen (4-Länder-Kampf) Ergebnisse:

 

1. Team Deutschland 46 Pkt.

1.1 Martin Smolinski 15 Pkt.

1.2 Erik Riss 13 Pkt. 

1.3 Michael Härtel 10 Pkt.

1.4 Mark Riss 8 Pkt.

 

 

2. Team Dänemark 38 Pkt.

2.1 Kenni Nissen 11 Pkt

 

 2.2 Mikkel Bech 10 Pkt

 2.3 Lykke Kasper Nielsen 9 Pkt

 2.4 Mikkel B Andersen

 

 

3. Team Schweden 23 Pkt.

3.1 Viktor Palovaara 9 Pkt

 

3.2 Linus Eklöf 6 Pkt

 3.3. Oliver Berntzon 5 Pkt

 3.4 Alexander Edberg 3Pkt

 


4. Team Finnland 10 Pkt.

4.1 Kauko Nieminen 6 Pkt

 

 4.2 Jari Mäkinen 4 Pkt

 4.3 Juha Hautamäki 0 Pkt

 4.4 Teemu Lahti 0 Pkt

 

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