Ausblick Die Bahnsportler ziehen auch heuer ihre spektakulären Runden in Neustadt und Abensberg.

von Alexander Reichmann (Mittelbayerische Zeitung)

Sascha Dörner vom MSC hilft als Rennleiter in Neustadt aus.

Martin Smolinski bei der Grand-Prix-Qualifikation 2016 in Abensberg

Das Speedwayjahr 2017 hat für die Fans des Sandbahnrennsports im Landkreis jede Menge zu bieten, nämlich sogar ein Rennen mehr als üblich. Zusätzlich zur Speedway-Grand-Prix-Qualifikation am Pfingstmontag, den 5. Juni veranstaltet der MSC Abensberg nämlich auch noch das Halbfinale der U21-Team-Europameisterschaft am 5. August. Der MSC Neustadt richtet am 30. April wieder einen Vierländer-Kampf aus.

Den Neustädtern gebührt traditionell der Speedway-Auftakt im Landkreis. Am 29. und 30. April dröhnen wieder die Motoren auf der ovalen Bahn im Anton-Treffer-Stadion.

Unterstützung ist Ehrensache

Für die Neustädter ist das dieses Mal sicherlich keine leichte Sache, da es das erste Rennen nach dem plötzlichen Tod ihres Rennleiters Max Saliger sein wird. Saliger starb im Alter von nur 36 Jahren Anfang Dezember. Ohne Rennleiter lässt sich kein Speedway-Rennen veranstalten, deshalb springt der Abensberger Sascha Dörner in diesem Jahr ein. Dörner, der lange Zeit eng mit Max Saliger zusammengearbeitet hat, sieht es als Ehrensache an, den Neustädtern in dieser schwierigen Lage zu helfen.

Dörner hofft, dass die Neustädter bis zum Rennen einen möglichen Kandidaten für das Amt des Rennleiters gefunden haben, der sich dann an Dörners Seite den Ablauf schon einmal genau anschauen kann.

Das Rennwochenende beginnt in Neustadt mit einem Lauf zum ADAC-Junioren-Bayerncup am 29. April, einen Tag später kommt es zum Vierländer-Kampf. Es steht laut Pressesprecher Anton Fischer bereits fest, dass ein deutsches Team mit Martin Smolinski an den Start gehen wird. Dazu kommen zwei Teams aus Schweden, Norwegen oder Dänemark und ein Team aus Polen oder Tschechien. Derzeit laufen beim MSC Neustadt unter Leitung vom Vorsitzenden Hans Kirchhammer die Vorbereitungen, um die Teams zusammenzustellen.

In Abensberg


steht das erste Highlight wieder am Pfingstmontag an. Das ist in diesem Jahr der 5. Juni. Wie schon 2016 ist der MSC Abensberg erneut Ausrichter des letzten von vier Vorrunden-Qualiläufen für den Speedway-Grand Prix 2018. 16 Fahrer aus zehn Nationen, darunter Deutschland, Sch
weden, Polen, Dänemark, Tschechien und die USA werden in Abensberg an den Start gehen.

Die besten sieben schaffen den direkten Einzug in die Halbfinale der Qualifikation, das Race-Off. Der achte geht als Reservefahrer ebenfalls ins Race-Off. Von dort qualifizieren sich ebenfalls wieder die sieben Fahrer mit den meisten Punkten für das Finale. Und die drei besten aus dem Finale sichern sich einen Startplatz für die Grand-Prix-Serie 2018.

Deutschland hat für Abensberg zwei Startplätze sicher, einer davon wird vermutlich an das Abensberger MSC-Mitglieder Martin Smolinski gehen. Der Grand-Prix-Teilnehmer von 2014 scheiterte 2016 nur um einen Punkt im 

Finale der Quali an einer erneuten Grand-Prix-Saison. Sascha Dörner verspricht: “Wer in den vergangenen Jahren dabei war, der weiß, dass das ein absolut hochklassiger Wettbewerb ist, der eine Menge spannender Läufe verspricht.”

Ein zweites Highlight für Abensberg

Erstmals richtet der MSC Abensberg heuer sogar noch einen zweiten Prädikatslauf aus. Am 5. August sind die deutschen U21-Junioren zu Gast und fahren gegen drei andere Nationen um den Einzug in das Finale der U21-Team-Europameisterschaft.

“Unser Dachverband, die FIM Europe hat Deutschland das Rennen zugeteilt, aber keiner wollte es ausrichten, deshalb sind wir eingesprungen”, berichtet Sascha Dörner. Der MSC Abensberg machte das unter anderem, weil die Verantwortlichen von der Stärke der derzeitigen U21 mit Fahrern wie Michi Härtel und Sandro Wassermann überzeugt sind.

“Im vergangenen Jahr wurden sie im Finale dritter, auch heuer ist das Finale wieder drin.” Man wolle den Jungs auch die Möglichkeit bieten, vor heimischem Publikum zu fahren und nicht in ein anderes Land zu müssen, weil sich in Deutschland kein Veranstalter findet.

 

 

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