Verkehrsprobleme in Neustadt/Donau

Der MSC Neustadt befasst sich nicht nur mit motorsportlichen Dingen, er hat sich in den letzten Jahren auch mit Verkehrsproblemen in der Stadt Neustadt beschäftigt. Wiederholt wurden der Stadt Neustadt Vorschläge zur Verbesserung von Verkehrsengpässen in Neustadt unterbreitet und diese im Einvernehmen mit der Polizei diskutiert. Sowohl bei der Stadt als auch beim zuständigen Verkehrsreferat der Polizei sind die Vorschläge des MSC mit großem Verständnis aufgenommen worden, zahlreiche Verkehrsprobleme (Verbesserung von Parkverhältnissen, Entschärfung von Unfallschwerpunkten, Errichtung von Gehwegen) konnten in der Zwischenzeit dank des Entgegenkommens und der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Neustadt bereinigt werden.

Neubau B 299: MSC als Vorreiter

Früher als alle anderen erkannte der MSC auch die Notwendigkeit einer Verkehrsentlastung des Neustädter Stadtbereichs. Bereits 1979 plädierte der Verein deshalb für einen Neubau der B299. Ein Auszug aus einer damaligen Stellungsnahme des MSC: „Die Verkehrsbelastung im Ortsbereich wird im allgemeinen steigen, weil die Zahl der PKWs noch zunehmen wird. (...) Anzustreben ist aber eine allgemeine Verkehrsberuhigung im Stadtbereich, wie sie in anderen Städten mit verstärktem Einsatz aller Beteiligten angestrebt wird und in Neustadt ebenfalls nicht vernachlässigt werden darf. (...) Durch die Verkehrsberuhigung wird die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern im allgemeinen und Schülern im besonderen erhöht.“

Die Argumente des MSC pro Neubau B299 fanden sowohl bei der Obersten Baubehörde als auch beim ADAC Gau Südbayern Zustimmung und Unterstützung. Allerdings agierte der für die Entscheidung zuständige Stadtrat damals nur halbherzig, obwohl das Projekt für die Stadt keine Kosten aufgeworfen hätte. Der Bau der Strecke steckte deshalb über ein Jahrzehnt im Planungsstadium fest.

Erst unter Bürgermeister Hans Gigl kam das Projekt ins Rollen, was nicht zuletzt dem MSC zu verdanken ist. Zusammen mit dem ADAC Gau Südbayern gelang es dem Verein den damaligen Staatssekretär Alfred Sauter nach Neustadt zu holen. In einem Gespräch mit dem Bürgermeister schlug Sauter ein Vorfinanzierung der Straße vor und ermöglichte so eine schnellere Verwirklichung des Projektes, das ansonsten vor 2010 nicht zu realisieren gewesen wäre. Die Umgehungsstraße von der Donaubrücke bis zur B16 in der Nähe der Eröl-Raffinerie Neustadt wurde schließlich 1998 nach mehrjähriger Bauzeit vollendet. Der Neubau der B299 kam der Stadt Neustadt allerdings mit Gesamtkosten von immerhin 10 Millionen Mark teuer zu stehen. Geld, das gespart werden hätte können, wenn man sich bereist 1979 den vorausschauenden Argumenten des MSC Neustadt schon eher angeschlossen hätte.

Auch weiterhin wird der MSC die Verkehrsprobleme in Neustadt beobachten und - soweit erforderlich - geeignete Vorschläge machen. Der Verkehrsreferent des MSC, Georg Oberschmid, wird also weiterhin im engsten Einvernehmen mit den zuständigen Stellen um die Verkehrsprobleme in Neustadt zum Nutzen der Allgemeinheit tätig bleiben.